Farbkopie · Kopierfilm
Svema TsP-8R
Свема ЦП-8Р
Die sowjetische Massenkopie, mit Rottönen, die ins Orange kippen.
The Soviet colour print paired with LN-9, with dyes from Konovalov 1997 and reconstructed curves: reds come out slightly magenta and desaturated. Original vs Ashigrain.
Auf einen Blick
- Eingeführt
- spätestens 1969
- Prozess
- Svema cold colour-positive development (domestic ЦП-8Р recipe, 18-22 °C)
- Maximale Dichte
- ≈ 2,8
Über den Film
Svema TsP-8R (Свема ЦП-8Р) war der Farbkopierfilm der sowjetischen Massenverleihkopien, hergestellt von Svema in Schostka und auch von Tasma in Kasan.
Ein Handbuch für Kameraleute von 1979 nennt ihn als Kopiermaterial für die Negative LN-7, LN-8 und DS-5M, und in den 1990er Jahren wurde LN-9 darauf kopiert. 1980 sagte die Kamerafrau Tatyana Loginova der Fachzeitschrift Tekhnika kino i televideniya, The Wild Hunt of King Stakh (1979) habe auf einer Referenzkopie auf ORWO PC-7 seine silbergraue Palette behalten, die Massenkopien auf TsP-8 aber seien bräunlich-rötlich geworden, zu dunkel und in den Schatten leer. Sie nannte das Farbpositiv das dringendste Problem, das die sowjetischen Filmchemiker lösen müssten. 1990 wurde der Bedarf des sowjetischen Kinos an Farbpositiv auf etwa eine Milliarde Meter beziffert, von denen nur die Hälfte ankam, und von seinen drei Lieferanten, Svema, Tasma und ORWO aus der DDR, hielt nur ORWO seine Lieferzusagen ein. Nach dem Zerfall der Sowjetunion stellte Tasma die Kinefilmproduktion ein, Svema hob seine Preise fast auf ausländisches Niveau an, und die russische Filmbehörde wandte sich für Kopiermaterial wie für Negativ an Kodak, Agfa und Fuji. TsP-8R wurde kalt entwickelt, bei 18 bis 22 °C, in einem eigenen heimischen Farbpositiv-Entwickler. 1997 beurteilte Leonid Konovalov seinen Cyanfarbstoff als zu blau, wodurch Rot orange kopiert wird, und plädierte stattdessen für ein türkisfarbenes Cyan.
Quellen zu dieser Geschichte
- Коновалов Л. Как разобраться в кинопленках (1997), Internet Archive
- Гордийчук И. Б., Пелль В. Г. Справочник кинооператора (1979), Internet Archive
- Иофис Е. А. Кинофотопроцессы и материалы (1980), Internet Archive
- Большая советская энциклопедия: Кинопромышленность, booksite.ru
- Артюшин Л. Ф., Барский И. А., Винокур В. А. Справочник кинооператора (1999), Internet Archive
- Изобразительное решение и техника съемки кинофильма «Дикая охота короля Стаха» (Техника кино и телевидения, 1980, № 10), Техника кино и телевидения
- Величко Г. В., Вороновский Л. И., Хайтовская Г. Т. Кинетика извлечения тиосульфата при обработке кинопленок (Техника кино и телевидения, 1981, № 8), Техника кино и телевидения
- Дефицит кинопленки становится все более острым (Хроника, 01.03.1990), Энциклопедия отечественного кино
- Цветные диапозитивы — средство образной информации (Советское фото, 1969, № 8), Советское фото
- «Техника кино и телевидения»: указатель статей за 1970 год (Тихонович С. Е. Способ повышения светочувствительности пленки ЦП-8Р в процессе обработки, № 7), Техника кино и телевидения
Der Look
Svema TsP-8R war der Farbkopierfilm der sowjetischen Massenverleihkopien, hergestellt von Svema in Schostka und Tasma in Kasan. Auf ihm wurden die Negative LN-7, LN-8 und DS-5M kopiert, in den 1990er Jahren auch LN-9. Leonid Konovalov fand sein Cyan zu blau, was Rottöne ins Orange schiebt.
LN-9 on its Soviet print vs on Kodak 2383: slightly magenta reds against the orange reds the literature describes.
A tungsten-lit interior on the Soviet print.
Geeignet für
- Kopieren von Svema-Negativen LN-9 und DS-5M
- Looks sowjetischer Verleihkopien
- TsP-8R mit Kodak 2383 vergleichen
Im Vergleich der Printfilme
The same Vision3 500T night frame on each print film: how deep the blacks go, how the highlights roll off and how the colour separates.
The same Vision3 500T night frame on each print film: how deep the blacks go, how the highlights roll off and how the colour separates.
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The same Vision3 500T night frame on each print film: how deep the blacks go, how the highlights roll off and how the colour separates.
Dasselbe Nachtbild auf Kodak Vision3 500T, auf jeden Printfilm kopiert.
Wissenschaft und Quellen


Ein sowjetischer Farbkopierfilm, gezeigt nach Svema LN-9. Seine Farbstoffe sind aus Konovalov 1997 digitalisiert; seine übrigen Kurven sind aus sowjetischen Spezifikationen und Handbüchern rekonstruiert, nicht aus einem Datenblatt digitalisiert.
Der folgende Markenhinweis wird auf Englisch angegeben.
Svema is named only to identify the film; its trademarks belong to their respective owners, whose identity is unknown.
Kennlinien und Datengrundlage des Modells
Vergleiche Herstellerdaten und Ashigrain-Modell auf denselben Achsen. Das zeigt die Kalibrierung an den Quellkurven; ein Vergleich mit aufgenommenem Film ist davon unabhängig.
Kennlinienantwort
Modellgrenzen
Diese Bilder zeigen das Filmmodell in Anwendung. Spektralantwort, Licht und Betrachtungsbedingungen enthalten Näherungen. Halation, Bloom, Korngröße, Bildstand und Flackern sind nicht für jeden Film vollständig vermessen. Eine echte Filmaufnahme hängt auch von Entwicklung und Kopierlichtabstimmung ab.
- Für Свема ЦП-8Р gibt es kein Datenblatt mit Kurven. Seine drei Farbstoffe sind aus einer Abbildung in Konovalov 1997 digitalisiert, seine Kennlinien und spektralen Empfindlichkeiten dagegen aus sowjetischen Spezifikationen und Handbüchern rekonstruiert (Konovalov 1997; Гордийчук & Пелль 1979; Иофис 1980), nicht aus einem Datenblatt digitalisiert.
- Die spektralen Empfindlichkeiten folgen den allgemeinen Aussagen der Handbücher über sowjetische Positivfilme, nicht Daten speziell zum ЦП-8Р.
- Die Farbstoffkurven sind ohne abgedruckte Neutralkurve; die Skalierungen der Farbstoffe werden wie abgedruckt übernommen. Es ist kein Spektrum des Trägers oder der Minimaldichte abgedruckt, daher ist die spektrale Minimaldichte angenähert.
- Es gibt weder MTF noch Körnigkeitsangaben zum ЦП-8Р.
- Die Grau-Zieldichte nach Status A ist angenommen: Es sind keine Labor-Zieldichten veröffentlicht. Es ist kein Spektrum von Lampe oder Filter veröffentlicht.
- Modelliertes Projektionsstreulicht hebt die Schwarztöne auf der Leinwand an. Seine Stärke ist angenommen, da die verfügbaren Quellen sie nicht messen. Daraus lässt sich kein gemessener Projektionskontrast ableiten.
Filmleitfaden: Annahmen und praktische Entscheidungen
Diese Vorschau kombiniert den Printfilm mit dem genannten Kameranegativ. Der Print hat in diesem Vergleich keinen eigenen Belichtungsindex und keine separat gemessene Kornantwort.
Quellen
- Reconstructed: Гордийчук И. Б., Пелль В. Г. Справочник кинооператора (1979), 1979 edition, S. 189
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